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Streiktag am 3. Februar – Jugendfarm Habenhausen bleibt 3.2. geschlossen – kommt zur Solidaritätsdemo vor den Farmtoren

3. Februar um 10:00 - 16:00

Das lassen wir und nicht gefallen. Wir streiken!

Die Farm bleibt am 03. Februar geschlossen.

Um ein Zeichen zu setzen seid auch ihr aufgerufen mit uns vor den Farmtoren zu demonstrieren!

Kommt zur Demo und unterschreibt für:

  • Ausreichende Finanzierung der offenen Kinder-und Jugendarbeit im Stadtteil Obervieland!
  • Finanzierung der Farm auch mit stadtteilübergreifenden Mitteln (Zentralitätsbonus)!
  • Mittelverteilung transparent gestalten!

Aufgrund der Entscheidung des Controlling-Ausschuss (CA) Obervieland zur Mittelvergabe „Offene Jugendarbeit“ (OJA) 2020 wird die Kinder- und Jugendfarm Habenhausen am Montag, 3. Februar geschlossen bleiben. Vor den Toren werden wir mit euch für mehr Geld für die Kinder- und Jugendarbeit im Stadtteil und für eine gerechte und öffentlich nachvollziehbare Verteilung der Gelder demonstrieren!

Montag, 03.02.2020

Ab 10 Uhr

Vor den Toren der Farm, Ohserstraße 40a

Kommt alle, seid zahlreich!

Ihr könnt uns bereits jetzt beim Sammeln von Unterschriften helfen.

Die Unterschriftenlisten findest Du hier: Für Erwachsene und für Kinder, die uns unterstützen möchten.

 

Zur Erklärung

Die Kinder- und Jugendfarm in der Ohserstraße bleibt am Montag, den 03. Februar, aus Protestgründen geschlossen.

Das Farmteam will an diesem Tag ab 10 Uhr vor dem Farmtor dafür demonstrieren, dass die gemeinnützige Einrichtung mit ihren vielfältigen Angeboten und hoher Nutzung eine angemessene staatliche Förderung erhält.  Dazu sind alle Menschen eingeladen, die Farm bei ihrem Protest zu unterstützen. Außerdem sammelt die Farm Unterschriften, um ihren berechtigten Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Über die Farm:

Die über Bremen hinaus bekannte, anerkannte Einrichtung betreut wöchentlich 120 Stammkinder- und jugendliche in ihrer Freizeit mit vielfältigen naturnahen Angeboten. Außerdem werden 26 Kinder im integrativen offenen Hort und weitere 20 Kinder mit Mittagessen versorgt (für 2019 wurden 10.000 Essen gekocht). Dazu kommen morgens Gruppen aus 72 Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, die die Farm als außerschulischen Lernort nutzen. In den Ferien sorgt ein umfangreiches Ganztagsangebot für Ferienstimmung bei den jugendlichen Nutzern und Entlastung für berufstätige Eltern.

Beliebt ist die Farm aber auch bei vielen Familien, die gern die entspannte Atmosphäre der naturnahen Einrichtung für sich und ihre Kinder nutzen oder zu den Festen und Flohmärkten kommen.

Als soziale Einrichtung betreut das Farmteam ganzjährig Praktikant*innen mit Förderbedarf sowie mit Migrations- und Fluchthintergrund.

Hintergrund des Protestes ist folgender:

Im Vergleich zum Vorjahr erhält die Farm aus den Stadtteilmitteln für offene Jugendarbeit 7000 € weniger und ist damit auf einem Förderungsstand von 2015. Mit der beschlossenen Mittelvergabe steht die Farm vor einer immensen Herausforderung. Die vom Vergaberat geforderten Einsparungen im Personalbereich sind aufgrund von laufenden Verträgen und notwendigen Arbeitsbereichen nicht umsetzbar.

Wurde bei den anderen geförderten Einrichtungen des Stadtteils auf die gestiegenen Lohnkosten verwiesen, schienen sie bei der Mittelvergabe für die Farm keine Rolle zu spielen. Auch die Tatsache, dass die Farm als einzige Einrichtung im Stadtteil über Mitgliedsbeiträge, Gruppenbeiträgen und Spenden einen erheblichen Eigenanteil von geplanten 112.000 € einbringt und damit am Limit ist, wurde bei der Entscheidung nicht beachtet.

Außerdem wartet die Kinder- und Jugendfarm seit Jahren darauf, dass ihre berechtigte Forderung nach Finanzierung aus dem Zentralitätstopf der Stadt Bremen berücksichtigt wird. Mit diesen Mitteln werden Jugendeinrichtungen wie der Sportgarten oder Funpark unterstützt, deren Einzugsbereich deutlich über den Stadtteil hinaus geht. Mit diesen zentralen Mitteln würde der Etat für Jugendarbeit im Stadtteil entlastet.

Schon gehen im Stadtteil die Gerüchte um, die Farm sei pleite und müsste schließen. Verängstigte Fünftklässler sammeln Geld und machen sich über den Verbleib der Tiere große Gedanken. Lehrkräfte rufen an und fragen, ob die Besuchstermine für 2020 noch sicher sind.

Als erste Konsequenz musste die Farm im Jugendbereich Honorarstunden kürzen. Um weitere Angebotskürzungen abzuwenden, hofft die Farm durch ihren Protest auf die Erhöhung des Stadtteilbudgets im noch nicht beschlossenen Haushalt 2020 und die Zentralitätsmittel.

Für weitere Informationen steht Ihnen das Farmteam von Montag bis Freitag, 10 bis 18 Uhr, zur Verfügung (Tel.: 832798).

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und mit freundlichen Grüßen

Susanne Molis

(Farmleitung)

Details

Datum:
3. Februar
Zeit:
10:00 - 16:00